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Sonnets 021 - ZaunköniG - 13.08.2007 William Shakespeare 1564 – 1616 England XXI. So is it not with me as with that Muse Stirr'd by a painted beauty to his verse, Who heaven itself for ornament doth use And every fair with his fair doth rehearse Making a couplement of proud compare, With sun and moon, with earth and sea's rich gems, With April's first-born flowers, and all things rare That heaven's air in this huge rondure hems. O' let me, true in love, but truly write, And then believe me, my love is as fair As any mother's child, though not so bright As those gold candles fix'd in heaven's air: Let them say more than like of hearsay well; I will not praise that purpose not to sell. . RE: Sonnets 021 - ZaunköniG - 08.03.2023 Übersetzung von Terese Robinson XXI. Nein, jenen Reimeschmieden gleich’ ich nicht, Die die gemalte Schönheit zart besingen, Der Erde Pracht, ja selbst des Himmels Licht Zum Schmuck und Rahmen ihrer Schönheit dingen; Die ihre schwülstigen Vergleiche breiten Um Sonne, Mond um Erd’ und Meeresgrund, Um Blütenflor und alle Kostbarkeiten, Die sich vereinen unterm Himmelsrund. O laßt mich, treu im Lieben, treu euch sagen, Glaubt mir, mein Liebster ist so schön fürwahr, Wie eine Mutter je ein Kind getragen, Wie Himmelskerzen, doch nicht ganz so klar. Der rede mehr, der sucht im Reden Heil, Anpreisen will ich nicht, was mir nicht feil. . RE: Sonnets 021 - ZaunköniG - 14.07.2024 In der Übersetzung von Johann Gottlob Regis XXI. Nicht jene Muse hab’ ich mir erwählt, Die aus gemalten Reizen Lieder saugt, Selbst nur zur Färbung braucht des Himmels Zelt, In seine Schönheit alles Schöne taucht; Die nur zusammenhäuft hochtrabende Vergleiche Mit Sonn’ und Mond, dem köstlichsten Gestein In Erd’ und See, mit Florens jüngstem Zweige, Und was nur Seltnes hegt des Himmels Wölbung ein. O laß mich, treu in Lieb’, auch treu nur schreiben! Dann glaube mir: so reizend ist mein Freund Wie je ein Mutterkind, wenn er die goldnen Scheiben Des Sternenplanes gleich nicht überscheint. Mehr sage, wer mit Worten abzuspeisen: Ich, der ich nichts verkaufe, mag nichts preisen. . RE: Sonnets 021 - ZaunköniG - 17.12.2024 Übersetzung von Max Josef Wolff XXI Nicht jener Muse ähnelt mein Gedicht, Die aufgeschminkte Reize nur entflammen, Die, sich zu putzen, von dem Himmel spricht Und alle Erdenschönheit trägt zusammen, Um sich in prunkendem Vergleich zu paaren Mit Sonne, Mond, dem Schatz der See, der Welt Dem jungen Lenz und allem Wunderbaren, Das sich gestaltet unterm Himmelszelt. Nein, wahr, wie ich empfinde, will ich singen, Und schöner, glaubt mir, ist kein Erdenkind Als meine Liebe, wenn auf Ätherschwingen Die goldnen Leuchten auch noch schöner sind! Laß andre schwatzen, mehr will ich nicht sagen, Ich will die Liebe nicht zu Markte tragen. . RE: Sonnets 021 - ZaunköniG - 12.04.2026 In Übersetzung von Emil Wagner 1810 - 1889 (eigentlich: Ludwig Reinhold Walesrode) XXI. Mir geht’s nicht so, wie es die Muse macht, Die zum Gedicht gemalte Schönheit treibt, Die von dem Himmel holt des Schmuckes Pracht, Zu ihrer alle Schönheit noch beschreibt; Die stolze Bilder auf einander häuft, Von Erd’ und Meeresperlen, Sonn’ und Mond, Die nach des Maies ersten Blüthen greift, Und was sonst Seltnes unter’m Himmel wohnt: - Treu wie mein Herz doch ist auch mein Gedicht, Drum glaubt mir, mein Geliebter ist so hold, Wie nur ein Mutterkind, wenn auch wohl nicht So schön, wie dort der Himmelskerzen Gold. Mehr sage der, der auf den Ruhm was hält, Ich rühme nicht, denn nicht sing’ ich für Geld. . |