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Sonnets 040 - ZaunköniG - 13.08.2007 William Shakespeare 1564 – 1616 England XL. Take all my loves, my love, yea, take them all; What hast thou then more than thou hadst before? No love, my love, that thou mayst true love call; All mine was thine before thou hadst this more. Then if for my love thou my love receivest, I cannot blame thee for my love thou usest; But yet be blamed, if thou thyself deceivest By wilful taste of what thyself refusest. I do forgive thy robbery, gentle thief, Although thou steal thee all my poverty; And yet, love knows, it is a greater grief To bear love's wrong than hate's known injury. Lascivious grace, in whom all ill well shows, Kill me with spites; yet we must not be foes. . RE: Sonnets 040 - ZaunköniG - 22.03.2023 Übersetzung von Terese Robinson XL. Nimm, Lieb, all meine Lieben, nimm sie hin: Was ist dann mehr dein eigen als vorher? Nicht Lieb, mein Lieb, nach wahrer Liebe Sinn, Denn alles Mein war dein vor diesem Mehr. Daß du statt meiner Lieb mein Lieb empfangen, Nicht zürn ich des, wenn du nach Lieb begehrt, Doch zürn ich, wenn du Selbstbetrug begangen, Aus Laune nahmst, was dir nicht liebenswert. Der Diebstahl sei verziehn dir holdem Diebe, Obgleich du nahmst des Armen letztes Gut, Obgleich weit schmerzlicher mich trifft, weiß Liebe, Als Hasses Tat, was Lieb mir Schlimmstes tut. So schön im Schlechten, holder Bösewicht, Quäl mich zu Tod, doch feind bin ich dir nicht. . RE: Sonnets 040 - ZaunköniG - 18.09.2024 In der Übersetzung von Johann Gottlob Regis XL. Nimm meine Lieben alle, mein Gespiele: Welch neues Eigentum erwirbst du dran? Nicht Liebe, die als Liebchen dir gefiele; Denn meine ganze war vorlängst dir untertan. Nimmst du für meine Liebe nun mein Lieb, Kann ich’s nicht schelten. Nutze meine Liebe! Doch schelt ich’s, wenn dein launenhafter Trieb Selbsttrüglich kostete, was dir zuwider bliebe. Verziehn soll, süßer Dieb, dein Raub dir sein. Zwar stahlst du meiner Armut letztes Gut; Und, Liebe weiß es! Liebestyrannei’n Sind schmerzlicher als Hasses offne Wut. – Mutwillige Anmut, reizend noch im Schlimmen! Kränke mich tot, du kannst mich nicht verstimmen. . RE: Sonnets 040 - ZaunköniG - 14.05.2026 Übersetzung von Max Josef Wolff XL Nimm alle, die ich liebe, allesamt! Was hast du dann zu allem andern mehr? Nicht eine Liebe, die vom Herzen stammt, Denn alles Meine war schon dein vorher. Wirbst du um die Geliebte meinetwegen, Will ich's nicht tadeln, nimm die Liebe hin, Doch zürn' ich, ist dir nichts an ihr gelegen, Betrügt ein flücht'ger Reiz nur deinen Sinn. Nimmst du auch meiner Armut letztes Gut, Verzeih' ich seinen Raub dem süßen Diebe, Doch Liebe weiß, nicht halb so bitter tut Der offne Haß als Weh gekränkter Liebe. Leichtfert'ge Anmut, die selbst Sünden kleiden, Oh, foltre mich, doch laß uns nimmer scheiden! . RE: Sonnets 040 - ZaunköniG - 17.06.2026 In Übersetzung von Emil Wagner 1810 - 1889 (eigentlich: Ludwig Reinhold Walesrode) XL. Nimm all mein Lieben, Lieb, ja es sei dein, Was mehr, als du gehabt, gewinnest du! Nicht wahre Liebe, Lieb kann ja das sein, Was mein, war dein, eh’ das du nahmst dazu; Wenn mir zu Lieb’ mein Lieben dir ist werth, Tadl’ ich dich nicht, denn du brauchst meine Liebe; Doch tadl’ ich dich, wenn unrecht du belehrt Das, was du hassest, wählst, aus falschem Triebe; Den Raub vergeb’ ich, süßer Dieb, dir leicht, Obgleich du Alles raubest, was nur mein; Wenn Lieb auch weiß, daß tiefer uns es beugt, Von Liebe als von Haß gekränkt zu sein. Anmuth, bei der das Böse schön erscheint, Tödt’st du durch Spott mich, nie bin ich dein Feind. . |