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Sonnets 041 - ZaunköniG - 13.08.2007 William Shakespeare 1564 – 1616 England XLI. Those petty wrongs that liberty commits, When I am sometime absent from thy heart, Thy beauty and thy years full well befits, For still temptation follows where thou art. Gentle thou art and therefore to be won, Beauteous thou art, therefore to be assailed; And when a woman woos, what woman's son Will sourly leave her till she have prevailed? Ay me! but yet thou mightest my seat forbear, And chide thy beauty and thy straying youth, Who lead thee in their riot even there Where thou art forced to break a twofold truth, Hers by thy beauty tempting her to thee, Thine, by thy beauty being false to me. . RE: Sonnets 041 - ZaunköniG - 25.03.2023 Übersetzung von Terese Robinson XLI. Die artigen Sprünge, die der Leichtsinn macht, Wenn ich von dir und deinem Herzen fern, Sie passen gut zu deiner Jugendpracht, Denn, wo du bist folgt die Versuchung gern. Sanft bist du, drum führt Schönheit um dich Krieg, Und wo wirbt je ein Weib um Weibes Sohn Und gibt den Schauplatz frei vor ihrem Sieg? Doch weh’ mir! Schonen solltest du, was mein, Und schmähn die eitle, übermütige Lust, Die dich gelockt in diese Schwelgerein, Wo du zwiefache Treue brechen mußt. Ihre, die deine Schönheit zu dir zog, Deine, da deine Schönheit mich betrog. . RE: Sonnets 041 - ZaunköniG - 20.09.2024 In der Übersetzung von Johann Gottlob Regis XLI. Die art’gen Sünden, die dein froher Mut Zuweilen, mein vergessend, wohl begeht, Stehn deiner Schönheit, deinen Jahren gut, Weil, wo du gehst, Versuchung mit dir geht. Du magst gewonnen werden; bist gelind; Zum Angriff reizest du; denn du bist schön: Und wenn ein Weib wirbt, welches Weibes Kind Ließ mürrisch ungewährt sie weitergehn? Ach mir! und doch, Kind, möchtest du beizeiten Die Schönheit zügeln und der Jugend Lust, Die dich in ihrem Taumel noch verleiten, Daß du zwiefältge Treue brechen mußt: Die ihre, denn du reizest sie zu dir; Die deine, denn dein Reiz macht dich zum Dieb an mir. . RE: Sonnets 041 - ZaunköniG - 26.05.2026 Übersetzung von Max Josef Wolff XLI Die kleinen Sünden, die dein loser Sinn Manchmal begeht, wenn er nicht meiner denkt, Gehn deiner Jugend, deiner Schönheit hin, Da, wo du bist, Versuchung dich bedrängt. Denn sanft bist du, und deshalb leicht zu kirren, Und schön dazu, und deshalb heiß begehrt; Und was vom Weibe stammt, wenn Weiber girren, Wird rauhen Sinns von ihnen nicht betört? Doch meiner Liebe solltest fern du bleiben; So darf die Schönheit und die Jugend nicht Dich zügellos im Sinnenrausche treiben, Daß deine Schuld zwiefache Treue bricht: Die ihre, die vor deiner Lockung fällt, Und deine, die die Freundschaft mir nicht hält. . RE: Sonnets 041 - ZaunköniG - 19.06.2026 In Übersetzung von Emil Wagner 1810 - 1889 (eigentlich: Ludwig Reinhold Walesrode) XLI. Wenn Freiheit dich zu leichtem Fehl verführt, Wenn aus dem Herzen dir mein Bild entschwindet: Dir, da du jung und schön, Verzeih’n gebührt, Da leicht Versuchung, dich, verfolgend, findet. Sanft bist du, leicht gewonnen darum schon, Schön bist du, darum der Verführung Ziel; Wenn Weiber werben, welcher Weibes Sohn Wird streng versagen das, was ihr gefiel. Und dennoch, ach! bezwinge dich, mein Lieb, Die Schönheit überwinde und die Jugend, Die dich verführen da, mit wildem Trieb, Wo zwiefach du befleckest reine Tugend, Die ihr’, indem sie Schönheit lockt zu dir, Die deine, wenn du treulos würdest mir. . |