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Sonnets 107 - ZaunköniG - 28.10.2007 William Shakespeare 1564 – 1616 England CVII. Not mine own fears, nor the prophetic soul Of the wide world dreaming on things to come, Can yet the lease of my true love control, Supposed as forfeit to a confined doom. The mortal moon hath her eclipse endured And the sad augurs mock their own presage; Incertainties now crown themselves assured And peace proclaims olives of endless age. Now with the drops of this most balmy time My love looks fresh, and death to me subscribes, Since, spite of him, I'll live in this poor rhyme, While he insults o'er dull and speechless tribes: And thou in this shalt find thy monument, When tyrants' crests and tombs of brass are spent. . RE: Sonnets 107 - ZaunköniG - 30.04.2023 Übersetzung von Terese Robinson CVII. Nicht eig’ne Furcht, noch der prophet’sche Sinn Der weiten Welt, die voller Träume ist, Weist auf das Ende meiner Liebe hin, Als auf ein Schicksal von begrenzter Frist. Nach Finsternissen strahlt der Mond auf’s neu, Und ihres Spruchs die trüben Magier lächeln, Was schwankend war wird wieder stark und treu, Und ewig werden Friedenspalmen fächeln. Erfrischt vom Tropfen der balsamischen Zeit Strahlt meine Liebe, es verspricht der Tod, Daß meinem armen Lied er Schonung leiht Und nur was stumm und dumpf und lahm bedroht. Und in dem Lied wirst du dein Denkmal finden, Wenn Herrscherkronen, eh’rne Gräber schwinden. . RE: Sonnets 107 - ZaunköniG - 08.05.2026 In der Übersetzung von Johann Gottlob Regis CVII. Nicht eigne Sorgen, kein prophetisch Denken Des weiten Erdballs, der von Zukunft träumt, Kann meiner treuen Liebe Frist beschränken, Als hätt’ ein Richterspruch sie eng umzäumt. Heil blieb der Mond in Todesfinsternis. Ernsthafte Augurn spotten eigner Kunde; Unsichres krönt sich selbst nun als gewiß, Und Friedens Ölzweig lächelt ew’gem Bunde. Nun, in den Tropfen dieser Balsamzeit Steht meine Liebe frisch: Tod ist ihr hold; Ich leb’ in armen Reimen ihm zum Neid, Wenn er sprachlosen, dunklen Herden grollt. Und darin will ich fest dein Denkmal gründen, Wenn eh’rne Gräber, wenn Tyrannenschilde schwinden. . |