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Sonnets 122 - ZaunköniG - 28.10.2007 William Shakespeare 1564 – 1616 England CXXII. Thy gift, thy tables, are within my brain Full character'd with lasting memory, Which shall above that idle rank remain Beyond all date, even to eternity; Or at the least, so long as brain and heart Have faculty by nature to subsist; Till each to razed oblivion yield his part Of thee, thy record never can be miss'd. That poor retention could not so much hold, Nor need I tallies thy dear love to score; Therefore to give them from me was I bold, To trust those tables that receive thee more: To keep an adjunct to remember thee Were to import forgetfulness in me. . RE: Sonnets 122 - ZaunköniG - 06.05.2023 Übersetzung von Terese Robinson CXXII. Das Buch, das du mir schenktest, lebt in mir, Gefüllt mit der Erinn’rung lieben Zeichen, Die überdauern Tinte und Papier Und bis in fernste Zeit hinüberreichen. Zum wenigsten so lange als mein Geist Nach der Natur Gesetzen kann bestehen, Und eh’ mein Sterben ihm dich nicht entreißt, Wird dein Gedenken nicht in mir vergehen. Das arme Merkbuch hält nicht so viel Leben, Noch brauch’ ich etwas, was dein Lieben bucht, Drum war ich kühn genug, es wegzugeben, Und hab’s mit dem, das mehr dich hält, versucht. Es hieß Vergeßlichkeit ins Herz mir senken, Nähm’ äußren Beistand ich, dein zu gedenken. . RE: Sonnets 122 - ZaunköniG - 15.06.2026 In der Übersetzung von Johann Gottlob Regis CXXII. Dein Täflein, dein Geschenk, ist mein Gemüt, Mit dauerndem Gedächtnis vollgeschrieben, Das alle dürft’ge Schranken überflieht, Der Zeit zum Trutz auf ewig fortzulieben: Solang zumindest, als Naturgeschick Gemüt und Hirn zum Leben mag verbinden. Bis beides nicht sein Teil an dir zurück Dem Moder gibt, kann nie dein Bild verschwinden. Zu eng war das Gefäß für solchen Zweck; Kein Kerbholz braucht’s, dein Lieben einzuzeichnen; Darum war ich so kühn und gab es weg, Auf Tafeln stolz, die dich mir fester eignen. Braucht’ ich, um dein zu denken, andrer Spur, Vergeßlichkeit in mir bewies es nur. . |