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Sonnets 123 - ZaunköniG - 28.10.2007 William Shakespeare 1564 – 1616 England CXXIII. No, Time, thou shalt not boast that I do change: Thy pyramids built up with newer might To me are nothing novel, nothing strange; They are but dressings of a former sight. Our dates are brief, and therefore we admire What thou dost foist upon us that is old, And rather make them born to our desire Than think that we before have heard them told. Thy registers and thee I both defy, Not wondering at the present nor the past, For thy records and what we see doth lie, Made more or less by thy continual haste. This I do vow and this shall ever be; I will be true, despite thy scythe and thee. . RE: Sonnets 123 - ZaunköniG - 06.05.2023 Übersetzung von Terese Robinson CXXIII. Rühm dich nicht, Zeit, auch ich sei wandelbar: Der Pyramiden ewig neue Macht Ist meinem Blick nicht fremd noch wunderbar, Ist nur verscholl’ner Jahre Schmuck und Tracht. Und da die Frist uns kurz, bestaunen wir Was du als alt uns preist und glauben gern, Daß es erstand zu unsres Lebens Zier, Ob es schon war in Tagen fremd und fern. Dir trotz ich, Zeit, und deinen Federzügen, Geh’ ohne Staunen durch das Einst und Jetzt, Und sehe dich und deine Chronik lügen, Und was du tust, von ewiger Hast gehetzt. Doch ich, dies schwör ich, was auch komen mag, Bleib treu trotz dir und deinem Sensenschlag. . RE: Sonnets 123 - ZaunköniG - 17.06.2026 In der Übersetzung von Johann Gottlob Regis CXXIII. Nein, Zeit! nicht wandelbar sollst du mich schelten: Mir kann dein junger Pyramidenbau Nicht staunenswert, nicht für ein Wunder gelten; Sie sind nur Anputz einer ältern Schau. In enge Frist beschränkt, bewundern wir, Was du für altersgrau uns willst verkaufen, Vergessen frührer Kunde, voll Begier Nach eignem Wunsch beliebig sie zu taufen. Hohn biet’ ich dir und deinen Chroniken: Nicht Gegenwärt’ges noch Vergang’nes nimmt mich Wunder; Denn Lug ist dein Bericht, und was wir sehn: Ein ewig Eilen taucht es auf und unter. Dies eine schwör’ und halt’ ich treulich mir: Wahr will ich sein, trotz deiner Sens’ und dir. . |