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Der Fluss - ZaunköniG - 20.02.2008 Der Fluss So fühlt sich einer, der vom Himmel fiel, der sich Substanz gewünscht hat, etwas Schwere; ein Sein, das sich in diese Welt gebäre, um teilzuhaben an dem großen Spiel. Die Wandlungen vollziehen sich subtil, der eigne Wunsch entpuppt sich als Chimäre, als Keim für's Unbewußte, Ungefähre, das nur konkret wird für ein fernes Ziel. Gefallen, hat er die Substanz durchdrungen, Das Schwere merkt sehr bald, es ist beschränkt. Beschwerlich ist der Weg der Niederungen, der sich durch Ritzen und Kanäle drängt, bis er sich in die Freiheit durchgerungen und wünscht sich doch ein Becken, das ihn fängt. RE: Der Fluss - ZaunköniG - 02.03.2019 . http://sonett-archiv.com/forum/audio/Der_Fluss.mp3 . Der Fluss II - ZaunköniG - 27.06.2026 . Der Fluss II Der Regen sickert durch das Erdreich, netzt hier Sand, dort Krume und hält fest verbunden die Schichten, bis die Feuchtigkeit zuletzt zu Nässe wird. Im Grund wiedergefunden ziehn Tropfen Tropfen nach sich durch die Spalten, vereint, den Halt des erdreichs abzuschwächen... erst fließts nur langsam, doch bald gibt 's kein Halten... Nachströmend drängt es an die Oberflächen, wo das Gelände abfällt. Freier fühlt sich dort das Fließen an, umgeben nur von Gleichen, blos der Schwerkraft noch verpflichtet. Ein Bett, von Gleichgesinnten ausgespült, gibt eine Richtung vor dem eignen Streben, geeint auf ein geeintes Ziel gerichtet. . |