15.06.2026, 10:26
Ludwig Mayr
1810 - ?
An Fräulein Karoline Senger,
[i]als Jerta in Müllner’s Schuld.[/i]
Es war kein Traum. Ein reiches Blüthenleben,
Der Unschuld Hoheit und der Liebe Bangen,
Ihr Hoffen, ihr Entsagen, ihr Verlangen
Sah mild und freundlich ich vorüberschweben.
Vor deiner Reinheit muß die Sünde beben.
Du senkst den Blick? Es glühen deine Wangen?
Wo sich Natur und Kunst so warm umfangen,
Mag auch Bewußtseyn stolz das Haupt erheben.
Dein reiches Wirken und dein Zauber riefen
Gefühle mir, die tief im Innern schliefen.
Belauschest du Natur in ihren Tiefen?
Ja, deine Heimath ist die Höh’. Das Walten
Der Tugend muß sich ewig jung erhalten,
Mag alles And’re welken und veralten!
.
1810 - ?
An Fräulein Karoline Senger,
[i]als Jerta in Müllner’s Schuld.[/i]
Es war kein Traum. Ein reiches Blüthenleben,
Der Unschuld Hoheit und der Liebe Bangen,
Ihr Hoffen, ihr Entsagen, ihr Verlangen
Sah mild und freundlich ich vorüberschweben.
Vor deiner Reinheit muß die Sünde beben.
Du senkst den Blick? Es glühen deine Wangen?
Wo sich Natur und Kunst so warm umfangen,
Mag auch Bewußtseyn stolz das Haupt erheben.
Dein reiches Wirken und dein Zauber riefen
Gefühle mir, die tief im Innern schliefen.
Belauschest du Natur in ihren Tiefen?
Ja, deine Heimath ist die Höh’. Das Walten
Der Tugend muß sich ewig jung erhalten,
Mag alles And’re welken und veralten!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

