Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
An den Frühling
#1
An den Frühling

Dein helles Haupt die Himmel tief zerknallte
und stieß, ein Stern, mich heiß mit seiner Helle.
Ein jedes Glied an deinem Leib ist Schwelle
zu hohem Dom vor dem ich überwallte.

Unbändig jung des Leibes Schlankheit prallte
mit seiner Zucht und Reine, edlen Schnelle;
und leuchtet berstend noch aus jener Stelle,
in dem die Zeugung sich zusammenballte.

Ich wollt am Wege schon – fast irr – vergehn,
da kamst du Frühling, der mich zwingend greift.
Ich darf nicht, wo du schreitest, zögernd stehn:

zu deinen Spuren bin ich aufgeschweift.
Und nur dir nach, bevor die Stunde kühlt –
Mich hat dein strenger Leib wild aufgewühlt.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste


Forenfarbe auswählen: