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Der Anblick
#1
Der Anblick

Was du mir bist, kann ich dich's wissen lassen?
Du stehst noch bang als Jungfrau vor dem Leben
Und sehnst dich heimlich, dich ihm hinzugeben,
Und weißt nicht, daß erfüllte Sehnsucht Hassen

Und Glück im gleichen Glase läßt erbeben,
Daß wir's manchmal vor Traurigkeit nicht fassen!
Ich sah schon Liebe jubeln und erblassen;
Ich darf den schweren Schatz der Nähe heben.

Schau ich dich an, dann wollen Wundertore
Unwirklich wirklich nach den Auen springen -
Ich stehe stumm vor taugefülltem Flore.

Schau ich dich an, dann fang ich an zu klingen,
Ich darf in einem knabenhaften Chore
Mit Lippen, die wie deine schlummern, singen.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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