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Rime 089. Veggio co' be' vostr'occhi un dolce lume
#1
Veggio co’ be’ vostr’occhi un dolce lume
che co’ mie ciechi già veder non posso;
porto co’ vostri piedi un pondo addosso,
che de’ mie zoppi non è già costume.

  Volo con le vostr’ale senza piume;
col vostro ingegno al ciel sempre son mosso;
dal vostro arbitrio son pallido e rosso,
freddo al sol, caldo alle più fredde brume.

  Nel voler vostro è sol la voglia mia,
i miei pensier nel vostro cor si fanno,
nel vostro fiato son le mie parole.

  Come luna da sé sol par ch’io sia,
ché gli occhi nostri in ciel veder non sanno
se non quel tanto che n’accende il sole.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
In Übersetzung von
Sophie Hasenclever



Mit deinen Augen seh' ein Licht ich tagen,
Das meine blinden Augen nie erblicken,
Mit deinen Füssen trägt die Last mein Rücken,
Die ich mit meinen lahmen nie getragen.

Mit deinen Schwingen kann ich Flügel schlagen,
Mit deinem Geist kann ich zum Himmel blicken,
Du färbst mich weiss vor Schmerz, roth vor Entzücken,
Machst heiss im Frost mich, kalt in Sommertagen.

Dein Wille, hohe Frau, ist auch der meine,
Aus deinem Herzen sprosset mein Empfinden,
Aus deinem Geiste meine Worte stammen.

Dem Monde gleich' ich, arm an eignem Scheine,
Den uns're Augen nie am Himmel finden,
Strahlt Sonne ihn nicht an mit ihren Flammen.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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