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Der Kranz
#1
Der Kranz

Bleich scheint der Mond; ein Jüngling liegt im Nachen
und singt, das Haupt bekränzt mit buntem Kranze;
sein Kahn schießt pfeilschnell in der Wellen Tanze,
Die Ruder liegen müßig da, die flachen.

Er höret nicht des Kataraktes Krachen,
Er sieht die Felsen nicht im Mondenglanze,
Traumselig sinkt der Augenlider Franze,
Süß schläft er ein, um nimmer zu erwachen.

Schon donnert nahe der Caskade Brausen,
Im Traum umhaucht ihn kühl ein wonnig Grausen,
Da packen ihn gewaltig Riesenwogen –

Und unbewußt wird er hinabgezogen!
Tief unten weit im Thal, an stiller Stelle,
Spült sanft ans Ufer einen Kranz die Welle.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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