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Schrei in die Ferne
#1
Schrei in die Ferne

Dein Leib war mein Leib, mein Leib war der deine.
Drum hielt ich unbefleckt die fromme Mitte
Von fremdem Trost, damit dein Leib nicht litte,
Dein Auge nicht noch mehr der Tränen weine.

Denn stumm aus meinem Innern wuchs die Bitte,
Daß wir verklärt von neuem Kerzenscheine
Vom Brot der Liebe kosten und vom Weine,
Ward unser Herz gespalten auch durch Dritte.

In deinem Leib lebt immerdar der meine,
Solang du lebst. Rett ihn vor fremden Händen,
Die ihn betasten möchten, daß der meine

In dir nicht weint, bebst du in trüben Bränden!
O halte heilig deine letzte Reine,
Laß unsre Liebe nicht im Krampf verenden!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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