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Flüchtige Begegnung
#1
Flüchtige Begegnung

Wohl kann ich dich nach allem, was geschah,
O Weib, auf Erden nimmermehr begehren.
Ich mußte mich zu einer andern kehren,
Treu will ich die, in der ich mich ersah.

Eins aber muß ich innig an dir ehren:
Dein Lächeln. Heute standest du mir nah,
Und hinter Leiden war es wieder da,
Und dieser Liebe brauch ich nicht zu wehren.

Dein Auge sprach: ich büßte bitterlich!
Und Glück von ehmals lag auf deinem Munde.
Still fühlte jedes nur: verwandle dich!

Das Tor zum Himmel schmolz in unsrer Wunde.
In Tränen schwebten beide über sich.
Stumm leuchtete der Blutkelch durch die Stunde.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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