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Nähe und Ferne
#1
Nähe und Ferne

Der Alltag trübt das Bild der Liebe. Zug
Um Zug stört auch im reinsten, daß ich leide
Und oft den Blick daran zum Toben schneide:
Gehemmt ist dann mein froher Sonnenflug.

Was mir zu Zeiten süße Augenweide,
Verliert an Zauberbann, als wär's ein Trug.
Ergründung lähmt die Sehnsucht, und mit Fug
Geschieht's, daß oft ich deine Nähe meide.

Laß Nähe Ferne, Ferne Nähe sein,
Dann blickst du, frühes Lächeln auf dem Munde,
Mir wie im Anfang ins Gesicht hinein,

Erscheinung auf dem unbekannten Grunde.
Dann schwebst du über Durst, Erkenntnis, Pein,
Und füllst mein Herz wie in der ersten Stunde.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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