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Dankeshuldigung
#1
Als mit den Jüngern einst zu Tische saß
Der Her, da wollt’ ein Weib ihm zu den Füßen
Der Narden reines, unverfälschtes Naß
Als fromme Dankeshuldigung ausgießen.

Da fahren sie die Jünger zürnend an:
Dreihundert der Denarien zu verschwenden,
Welch Unrecht, wo damit man helfend kann
Von vielen Armen bittre Noth abwenden!

Doch er, der Herr, mit keinem Wort sie schilt,
Er läßt in ihrem Thun sie frei gewähren,
Das ihr aus reinem, zartem Herzen quillt,
Das netzet sie mit ihren stillen Zähren.

So laß das Herz dir selbst begeistert heben,
Sollst du dem Herrn des Dankes Opfer geben.
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