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Herbstblumen
#1
Herbstblumen

Nur inniger noch ruht mein Auge jetzt
Auf euch, ihr Blumen, die sich leis entfärben,
Die Köpfchen hängen müde schon zum Sterben,
Vom Hauch, der über Stoppel weht, verletzt.

Die Thräne, ach, die euren Kelch benetzt,
Sie fließt dem Fluche, den wir alle erben,
Daß noch so hold Erblühtes muß verderben,
Verwesen muß, was uns entzückt, ergötzt.

Doch Auferstehung bringt euch jeder Mai,
Wenn wieder Feld und Auen sich begrünen,
Des Winters traurig Todtenreich vorbei.

Du unsres Daseins Fessel bricht entzwei,
Wenn Tod und Grab der Erde Schuld entsühnen,
Und neues Leben macht uns ewig frei.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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