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Am Rain
#1
Dort möcht’ ich heimlich rasten stundenlange,
Dort an dem grünen, blumenreichen Rain;
Ich wiegte mich mich still in Gedanken ein,
Ob schlüg’ das Herz mir leicht, ob schlüg’ es bange.

Ich lauschte, wenn im heißen Liedesdrange,
Umschimmert von der Sonne goldnem Schein,
Die Vöglein sängen hell und silberrein,
Wetteifernd in dem süßen Morgensange.

Ich sänne dann, ein Verschen selbst zu dichten,
Wenn wollt’ es anders von den Saiten dringen,
Und reihte wohl noch ein Klingreimchen dran.

Das würd’ ich dann an keinen Andern richten,
Als nur an dich, der du, will einmal singen
Ein Liedchen ich, geduldig hörst mich an.
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