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Das alte, ewig junge Lied
#1
O Wonnemonat, Maientag voll Blüthen,
Voll Glanz und Traum, voll Mückenspiels in Lüften,
Voll Lerchenliedern und voll Fliederdüften,
Wie mag ich soviel Wohlthat dir vergüten?

Nach Knabenart versenkt in Elfenmythen,
Zur Wanderschaft umgürt ich nun die Hüften,
Und, starb die Jugend, will ob ihren Grüften
Vor Klage mich Frau Nachtigall behüten.

Ihr Flötenton aus nachbarlichen Zweigen
So brünstig schwillt, son glühend wollsttrunken,
Als sei die Lieb der ganzen Welt ihr eigen:

Sie grübelt nicht, sie lebt! Aus Lebensfunken
Wird Gott zum Preis noch mancher Frühling steigen
Und lieblich sein, wenn dieser hingesunken.
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