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Giehrl, Jakob F. R.: Andacht
#1
Jakob Ferdinand Rudolph Giehrl
1797 - ?



Andacht



Wenn ich recht innig will zum Himmel flehen;
Muß ich hinaus erst in das Freie gehen,
Muß Gottes wundervolle Schöpfung sehen
Und unter seinem reinen Himmel stehen.

Kann nun mein Aug’ das Unermeß’ne schauen
Und rings erfassen Felder, Wald und Auen;
Regt sich in mir ein heiliges Vertrauen
Und mahnet mich, auf Gottes macht zu bauen.

Ein süßes, wonnespendendes Entzücken
Heißt mich hinauf zum fernen Aether blicken,
Und jetzt erfaßt den Geist ein heilig Wesen.

Ich falte, kindlich betend, meine Hände:
„Nach Deinem Willen, Herr, mein Schicksal wende!“
Und schnell fühl’ ich mein Herz von Gram genesen.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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