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Wöstermayr, Ignatz von Loyola: Liebe
#1
Ignaz von Loyola Wöstermayr
1781 - ?


Liebe

Ein Seraph weht mit zarten Purpurschwingen
Den Gottesfunken Lieb' in uns're Hülle;
Wir hören nun in feierlicher Stille
Nur süße Himmels-Harmonien klingen.

Bis zu der Seele tiefsten Gründen dringen
Die Zauber, regen sanft, wie Maienkühle,
Die höchsten, unnennbaren Zartgefühle,
Die magisch unser taumelnd Ich umschlingen.

Und ewig lodert nun die heil'ge Flamme
Als Zeichen, daß sie rein vom Himmel stamme,
Am Herzensthrone, ihr gefei'rter Name

Erfüllt die Brust mit himmlischem Entzücken,
Mit friedevollem, wonnigem Beglücken,
So uns nach Aethersphären froh entrücken. -


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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