30.04.2026, 00:16
Die Bändigung
Nun folgt sie endlich: unsre kleine Schlange.
Nach hartem Kampfe hab ich sie bezwungen.
Zu eigenwillig ist sie aufgesprungen
Und züngelte an deine weiche Wange.
Ich habe sie in bunten Traum gesungen.
Ungiftig zwar, macht sie zu Zeiten bange.
Nun liegt sie viel bei unsrer Tür im Gange,
Und wie die Kinder sitzen wir umschlungen.
Das Schlänglein, das ich oft im Zorn geschlagen,
Wollt es mir Zauberkraft vom Herzen saugen,
Hilft uns die Mühen nun des Lebens tragen
Und kann uns zu verschiednen Diensten taugen:
Schenkt Jugend uns und schenkt mir kühnes Wagen
Und leichte Weisheit mit den goldnen Augen.
Nun folgt sie endlich: unsre kleine Schlange.
Nach hartem Kampfe hab ich sie bezwungen.
Zu eigenwillig ist sie aufgesprungen
Und züngelte an deine weiche Wange.
Ich habe sie in bunten Traum gesungen.
Ungiftig zwar, macht sie zu Zeiten bange.
Nun liegt sie viel bei unsrer Tür im Gange,
Und wie die Kinder sitzen wir umschlungen.
Das Schlänglein, das ich oft im Zorn geschlagen,
Wollt es mir Zauberkraft vom Herzen saugen,
Hilft uns die Mühen nun des Lebens tragen
Und kann uns zu verschiednen Diensten taugen:
Schenkt Jugend uns und schenkt mir kühnes Wagen
Und leichte Weisheit mit den goldnen Augen.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

