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Die Gezeiten
#1
Die Gezeiten

Du nahmst mein Herz mit deiner Liebe ein,
Du frohes Weib, mag ich's auch nicht gestehen.
Wenn deine blauen Kinderaugen flehen,
Dann ströme ich ins Leben voll hinein.

Doch weil wir täglich unsre Straße gehen,
Schlägt auch das Wetter um und droht zu schnein.
Nicht immer glänzt der Himmel wolkenrein.
Von allem Glück muß ich den Schatten sehen.

Du hast mein leiderfahrnes Herz erfreut
Mit Lippen, die mir immer fromm erglühten;
An deiner Seite hab ich mich erneut.

Du schenkst mir Schlaf, wenn sich die Hände mühten,
Und wenn ein Sturm auch manchmal Schloßen streut,
Der Zauberbaum trägt immer wieder Blüten.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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