07.06.2026, 01:36
Traumgedanken
Ich denke dein, mein süßes Kind,
Ich sehe dich in deinem Zimmer:
Des Mondes duft’ger Zauberschimmer
Durchs offne Fenster quellend rinnt.
Mit den Gardinen spielt der Wind.
Du schreckst erröthend auf O nimmer
Nah’ dir in lockendem Geflimmer
Ein böser Traum, scheuch’ ihn geschwind!
Doch huscht ein Traum in’s Fenster ein,
ein guter Traum, verjag’ ihn nicht,
Laß in dein Bettchen ihn hinein! –
Und küßt dich wach das Sonnenlicht,
Dann seufze: Ach ich war allein!
Und halte, was dein Herz verspricht.
Ich denke dein, mein süßes Kind,
Ich sehe dich in deinem Zimmer:
Des Mondes duft’ger Zauberschimmer
Durchs offne Fenster quellend rinnt.
Mit den Gardinen spielt der Wind.
Du schreckst erröthend auf O nimmer
Nah’ dir in lockendem Geflimmer
Ein böser Traum, scheuch’ ihn geschwind!
Doch huscht ein Traum in’s Fenster ein,
ein guter Traum, verjag’ ihn nicht,
Laß in dein Bettchen ihn hinein! –
Und küßt dich wach das Sonnenlicht,
Dann seufze: Ach ich war allein!
Und halte, was dein Herz verspricht.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

