27.06.2026, 12:41
Käthe Kollwitz
1867 - 1945
Ruf des Todes
Du störst nicht, nein. Ich war nur in Gedanken,
zunehmend fruchtlosen. Es fehlt die kraft
mich weiter aufzulehnen. "Schicksalhaft",
sagt man da gern, dort wo die Hände sanken.
Noch sinkt die Hand nicht, nein. Sie schafft und schafft,
doch an der Welt muss alle Hoffnung kranken.
Was gäb' es zu bereuen, was zu danken,
wo zwischen Welt und Wunsch ein Abgrund klafft?
Gedanken. - immer wieder. Und Gefühle.
Es werden, wenn die kraft fehlt, beide weich.
Bald lösen sie sich auf. Du wirst schon lang
erwartet. Reich mir deine Hand, die kühle.
Nur müde bin ich heut' noch, nicht mehr bang.
Du störst nicht, nein, mein Tod. ich komme gleich.
.
1867 - 1945
Ruf des Todes
Du störst nicht, nein. Ich war nur in Gedanken,
zunehmend fruchtlosen. Es fehlt die kraft
mich weiter aufzulehnen. "Schicksalhaft",
sagt man da gern, dort wo die Hände sanken.
Noch sinkt die Hand nicht, nein. Sie schafft und schafft,
doch an der Welt muss alle Hoffnung kranken.
Was gäb' es zu bereuen, was zu danken,
wo zwischen Welt und Wunsch ein Abgrund klafft?
Gedanken. - immer wieder. Und Gefühle.
Es werden, wenn die kraft fehlt, beide weich.
Bald lösen sie sich auf. Du wirst schon lang
erwartet. Reich mir deine Hand, die kühle.
Nur müde bin ich heut' noch, nicht mehr bang.
Du störst nicht, nein, mein Tod. ich komme gleich.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

