20.04.2026, 09:36
Auf hoher See
Auf hoher See an Bord zu dieser Frist
Stehst du vielleicht und spielst die süßen Weisen,
Jetzt hör’ im Geist ich jenen wunderleisen,
Mir ewig teuren sang, dein chanson trist’.
Man sitzt beim Mahl, man lauscht, man trinkt und ißt,
Doch allenthalben hör’ ich dich nur preisen;
Jetzt sagt vielleicht (mir will’s das Blut vereisen!)
Ein Frauchen dir, wie schön und hold du bist.
Und ich sitz’ hier, und schreib’ auf dich Sonette,
und flecht’ aus Reimen mir die Liebeskette
Von echter Qual, erdichtetem Frohlocken,
Und gäb’ mein Dichten all und reines Sinnen
Und leeres Träumen und platonisch Minnen
Für einen Griff in deine süßen Locken.
Auf hoher See an Bord zu dieser Frist
Stehst du vielleicht und spielst die süßen Weisen,
Jetzt hör’ im Geist ich jenen wunderleisen,
Mir ewig teuren sang, dein chanson trist’.
Man sitzt beim Mahl, man lauscht, man trinkt und ißt,
Doch allenthalben hör’ ich dich nur preisen;
Jetzt sagt vielleicht (mir will’s das Blut vereisen!)
Ein Frauchen dir, wie schön und hold du bist.
Und ich sitz’ hier, und schreib’ auf dich Sonette,
und flecht’ aus Reimen mir die Liebeskette
Von echter Qual, erdichtetem Frohlocken,
Und gäb’ mein Dichten all und reines Sinnen
Und leeres Träumen und platonisch Minnen
Für einen Griff in deine süßen Locken.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

