02.05.2026, 05:20
Prinz Heinz
An Übergriffen, Schwänken, tollen Streichen,
Was übt’ er nicht in goldner Jugend Jahren!
Und dennoch ward er edel, groß, erfahren,
Geehrt, wie je ein Fürst von Königreichen.
Soll’s Unsereins heut’ wagen, ihm zu gleichen
Zum Zehntteil nur an freiem Lustgebaren:
Gleich fassen Ehrenhüter ihn bei Haaren,
Und trüg’ er auf der Stirn der Gottheit Zeichen!
O Formenkram! O schiefe Ehrbegriffe!
O Klippen in des Lebens freiem Meere!
O unsres Glückes selbstgeschaff’ne Riffe!
Wohin man blickt, nur: Ehre! Ehre! Ehre!
Und sieht man durch das Narrenkleid bei Lichte,
So birgt’s Pygmän und Motten und nur Wichte.
An Übergriffen, Schwänken, tollen Streichen,
Was übt’ er nicht in goldner Jugend Jahren!
Und dennoch ward er edel, groß, erfahren,
Geehrt, wie je ein Fürst von Königreichen.
Soll’s Unsereins heut’ wagen, ihm zu gleichen
Zum Zehntteil nur an freiem Lustgebaren:
Gleich fassen Ehrenhüter ihn bei Haaren,
Und trüg’ er auf der Stirn der Gottheit Zeichen!
O Formenkram! O schiefe Ehrbegriffe!
O Klippen in des Lebens freiem Meere!
O unsres Glückes selbstgeschaff’ne Riffe!
Wohin man blickt, nur: Ehre! Ehre! Ehre!
Und sieht man durch das Narrenkleid bei Lichte,
So birgt’s Pygmän und Motten und nur Wichte.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

