04.05.2026, 06:51
Wagner und Bismarck
Ihr beide, hätt’ ein Deutschland nie bestanden,
Ihr hättet Sein und Atem ihm gegeben;
Zwei Bergen gleich, die sich zuhöchst erheben,
So ragt ihr aus des neuen Reiches Landen.
Der Sänger, weil aus fremder Knechtschaft Banden
Er unsre Kunst befreit zu eignem Leben,
Der Staatsmann, weil der Brüder feindlich Streben
In einen Strom zu lenken er verstanden.
Der Erste schuf in höchster, hehrster Reinheit
Uns eine deutsche Kunst, indes der Zweite
Den Nothung schweißte – unsres Volkes Einheit.
O daß dich, heilges Deutschtum, nie entweihte
Fremdländersucht und Bruderzwistes Kleinheit:
Den blieb’ die Palme dann in jedem Streite!
Ihr beide, hätt’ ein Deutschland nie bestanden,
Ihr hättet Sein und Atem ihm gegeben;
Zwei Bergen gleich, die sich zuhöchst erheben,
So ragt ihr aus des neuen Reiches Landen.
Der Sänger, weil aus fremder Knechtschaft Banden
Er unsre Kunst befreit zu eignem Leben,
Der Staatsmann, weil der Brüder feindlich Streben
In einen Strom zu lenken er verstanden.
Der Erste schuf in höchster, hehrster Reinheit
Uns eine deutsche Kunst, indes der Zweite
Den Nothung schweißte – unsres Volkes Einheit.
O daß dich, heilges Deutschtum, nie entweihte
Fremdländersucht und Bruderzwistes Kleinheit:
Den blieb’ die Palme dann in jedem Streite!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

