06.05.2026, 07:05
Wereschtschagin
noch denk’ ich dran, wie ich vor sieben Jahren,
Blutjunger Marssohn, stand vor seinen Bildern;
Seitdem konnt’ Zeit, Gewohnheit, Stand nicht mildern
Den tiefen Riß, den dort mein Herz erfahren.
Gedanken, die seit längst die meinen waren,
Zu Wogen schwoll’n sie dort, zu immer wildern,
Es war ein Zwiespalt, den nicht Worte schildern,
Die Menschen schienen Wilde mir, Barbaren.
O Wereschtschagin! Zwar du warst kein Dichter,
Doch wer hat mehr, sie oder du, gelehret,
Wo unser Heil, wo unsre Hölle liege?
Was ist das Lied verhimmelnder Berichter
Von Schlacht und Graus, die nur ihr Sang vermehret,
Gen deine Flammenbotschaft: Krieg dem Kriege!
noch denk’ ich dran, wie ich vor sieben Jahren,
Blutjunger Marssohn, stand vor seinen Bildern;
Seitdem konnt’ Zeit, Gewohnheit, Stand nicht mildern
Den tiefen Riß, den dort mein Herz erfahren.
Gedanken, die seit längst die meinen waren,
Zu Wogen schwoll’n sie dort, zu immer wildern,
Es war ein Zwiespalt, den nicht Worte schildern,
Die Menschen schienen Wilde mir, Barbaren.
O Wereschtschagin! Zwar du warst kein Dichter,
Doch wer hat mehr, sie oder du, gelehret,
Wo unser Heil, wo unsre Hölle liege?
Was ist das Lied verhimmelnder Berichter
Von Schlacht und Graus, die nur ihr Sang vermehret,
Gen deine Flammenbotschaft: Krieg dem Kriege!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

