08.05.2026, 08:22
Ernst Haeckel
Die Welträtsel! Wie wenig doch zu halten
Vermag ein Buch, des Name so verheißend!
Ideen mitsamt Idolen niederreißend,
Wie wenig faßt’s des Lebens wahres Walten!
Ein freier Geist zwar wehet durch die Spalten,
Doch wird er seicht, voll kind’schen Hochmuts gleißend.
Nichts ändern Wissenschaft, nichts Witze beißend,
Gott, Jenseits, Freiheit – bleiben stets die alten.
Substanz, Stoff, Kraft – uralte Litaneien!
Dem Rätsel bringt’s um keines Haares Breite
Uns näher, noch der Wahrheit an die Seite.
Stets raunt’s von Yggdrasil von ew’gen Dingen,
Ob Kinder zeitweis’ auch den Baum umspringen
Und: heureka! ich hab’s gefunden! schreien.
Die Welträtsel! Wie wenig doch zu halten
Vermag ein Buch, des Name so verheißend!
Ideen mitsamt Idolen niederreißend,
Wie wenig faßt’s des Lebens wahres Walten!
Ein freier Geist zwar wehet durch die Spalten,
Doch wird er seicht, voll kind’schen Hochmuts gleißend.
Nichts ändern Wissenschaft, nichts Witze beißend,
Gott, Jenseits, Freiheit – bleiben stets die alten.
Substanz, Stoff, Kraft – uralte Litaneien!
Dem Rätsel bringt’s um keines Haares Breite
Uns näher, noch der Wahrheit an die Seite.
Stets raunt’s von Yggdrasil von ew’gen Dingen,
Ob Kinder zeitweis’ auch den Baum umspringen
Und: heureka! ich hab’s gefunden! schreien.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

