18.05.2026, 01:49
Richard Wagner
Dir dank’ ich Welten! Dies mein ganzes Ich
Ist halb mein Werk nur, halb von dir gegeben.
Das hehrste Schwelgen, höchste Seinserheben,
Der Wonnen stärkste schlürft’ ich ein durch dich.
In deinem Zeichen ward, wuchs, formte sich
Seit jung mein ganzes Fühlen, Denken, Weben,
In deinen Helden len’ ich zehnfach Leben,
Fühl’ hundertfach in deinen Klängen mich.
O Siegfrieds sang! O Tristans Tongewalten!
O Wolfram! Walther! Heinrich! Lohengrin!
Was wär’ ich Bettler ohne die Gestalten,
Die Menschen, Weisen, drin ich atm’ und lebe
Mit allem, was ich sinn’ und wirk’ und webe
Und träum’ und denk’ und dicht’ und fühl’ und bin!
Dir dank’ ich Welten! Dies mein ganzes Ich
Ist halb mein Werk nur, halb von dir gegeben.
Das hehrste Schwelgen, höchste Seinserheben,
Der Wonnen stärkste schlürft’ ich ein durch dich.
In deinem Zeichen ward, wuchs, formte sich
Seit jung mein ganzes Fühlen, Denken, Weben,
In deinen Helden len’ ich zehnfach Leben,
Fühl’ hundertfach in deinen Klängen mich.
O Siegfrieds sang! O Tristans Tongewalten!
O Wolfram! Walther! Heinrich! Lohengrin!
Was wär’ ich Bettler ohne die Gestalten,
Die Menschen, Weisen, drin ich atm’ und lebe
Mit allem, was ich sinn’ und wirk’ und webe
Und träum’ und denk’ und dicht’ und fühl’ und bin!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

