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Sonnets 099
#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



IC.

So schalt ich früher Veilchen Übermut:
Wo strahlt ihr süßen Diebe euern Hauch,
Wenn nicht von seinem Mund? Die Purpurglut
Auf euern samtnen Wänglein habt ihr auch

Nur schwach gefärbt in seiner Adern Blut!
Den Lilien warf ich deine Hände vor;
Daß er dein Haar bestahl, dem Majoran.
Furchtsam auf Dornen stand der Rosen Chor,
Teils vor Verzweiflung weiß, teils rot vor Scham:

Und eine, weder rot noch weiß, vermaß
Von beidem sich, und stahl noch deinen Atem:
Allein zur Strafe kam ein Wurm und fraß
Im vollsten Prangen sie für ihre Taten. -

Nicht eine war von aller Blumen Zahl,
Die nicht dir Farben oder Düfte stahl.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 099 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 099 - von ZaunköniG - 27.04.2023, 12:55
RE: Sonnets 099 - von ZaunköniG - 22.04.2026, 10:01

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