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Sonnets 105
#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



CV.


Nicht Götzendienst nennt meine Liebe! Nimmer
Betrachtet als mein Götzenbild den Freund:
Denn all mein Singen, all mein Loben, immer
Von einem, nur auf einen ist’s gemeint.

Gut ist mein Liebling heut, ist morgen gut;
Ein seltnes Wunder treuer Freundespflicht;
Und so, erfüllt von immer gleichem Mut,
Bedarf nicht der Veränd’rung mein Gedicht.

Schön, gut, und wahr ist all mein Gegenstand;
Schön, gut, und wahr, verändert nur nach Namen;
In einem drei: welch weites Wunderland!
In ihrem Wechsel aller Dichtung Samen.

Schön, gut, und wahr; sie leben oft zerstreut:
In einem nimmer, bis auf unsre Zeit.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 105 - von ZaunköniG - 28.10.2007, 15:16
RE: Sonnets 105 - von ZaunköniG - 30.04.2023, 18:52
RE: Sonnets 105 - von ZaunköniG - 04.05.2026, 07:51

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