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Sonnets 108
#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



CVIII.

Was wär im Hirn, in Tinte nur zu kleiden,
Das dir mein ganzes Herz nicht schon beschrieb?
Was könnt’ ich Neues sagen, was bedeuten,
Das deinem Wert entspräch und meinem Trieb?

Nichts, teurer Knab’! und drum nur eines alle Stunden,
Wie fromm Gebet zu sagen bleibt mir süß.
Nichts Altes gilt mir alt, sind wir verbunden,
Wie da zuerst dein schön Gestirn mich pries.

So ew’ge Lieb’ in frischen Liebesbanden,
Wägt keines Alters Staub noch Feindlichkeit;
Notwend’ge Runzeln sind ihr nicht vorhanden;
Zum Knecht auf immer macht sie sich die Zeit:

Sie, deren Keim sich da geborgen fühlt,
Wo Zeit und Außenwelt für tot ihn hielt.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 108 - von ZaunköniG - 28.10.2007, 14:16
RE: Sonnets 108 - von ZaunköniG - 30.04.2023, 17:55
RE: Sonnets 108 - von ZaunköniG - 10.05.2026, 00:26

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