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Sonette - in 12 Runden zu 14 Gedichten - 11 Philosophie
#5
Athanismus

Bleib mir vom Hals, wer mir vom Tode spricht
Als tiefstem Schlaf, drin alle Wünsche rasten;
Wär’ dies das Ziel, um das mit tausend Masten
Der Mensch hinauszog in das Weltgedicht?

Wie? rang und strebt’ und dürstet’ ich nach Licht
Mein Leben lang, um ewig dann zu fasten?
Nein, nimmer tausch’ ich Ringen, Forschen, Hasten
Gen solchen Frieden, selbst im Grabe nicht.

Und nimmer sollt ihr, bin ich einst geschieden,
Mir solche Inschrift auf den Grabstein setzen
Wie: „Ruh’ der Asche!“ oder: „Schlaf in Frieden!“

Das würde mich im wund’sten Punkt verletzen:
Dem Glauben, wie ich rang und strebt’ hienieden,
In einem höhern Sein mich fortzusetzen.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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RE: Sonette - in 12 Runden zu 14 Gedichten - 11/05 - von ZaunköniG - 20.05.2026, 00:19

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