22.05.2026, 00:35
Was mich am Sterben schreckt
Erört’r ich, daß, wenn einst mein Dasein endet,
Ich liege reglos, starr und ohne Leben,
Erloschen scheinbar jedes Trachten, Streben,
Fort jede Gabe, die den Menschen blendet;
Und denk’ ich, wie sich dann zur Bahre wendet
Der Leute Schar, ihr Mitleid mir zu geben,
Wie sie, mich schauend, weinen, seufzen, beben,
Wie man mir Ach und weiche Tränen spendet:
Dann faßt mich Schütteln vor der Todesstunde,
Denn daß mein Anblick andern Gram und Schauer,
Trifft tiefer mich als Schmerz und Sterbenswunde.
So weit nur sich mein’ Angst vorm Tod erstrecket,
Als Mitleid er um mich erzeugt und Trauer;
Am Sterben Schlimm’res nichts mich sonst erschrecket.
Erört’r ich, daß, wenn einst mein Dasein endet,
Ich liege reglos, starr und ohne Leben,
Erloschen scheinbar jedes Trachten, Streben,
Fort jede Gabe, die den Menschen blendet;
Und denk’ ich, wie sich dann zur Bahre wendet
Der Leute Schar, ihr Mitleid mir zu geben,
Wie sie, mich schauend, weinen, seufzen, beben,
Wie man mir Ach und weiche Tränen spendet:
Dann faßt mich Schütteln vor der Todesstunde,
Denn daß mein Anblick andern Gram und Schauer,
Trifft tiefer mich als Schmerz und Sterbenswunde.
So weit nur sich mein’ Angst vorm Tod erstrecket,
Als Mitleid er um mich erzeugt und Trauer;
Am Sterben Schlimm’res nichts mich sonst erschrecket.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

