28.05.2026, 08:32
Gefärbte Glasscherben
Gefärbte Scherben fand ich jüngst am Wege;
Ich las sie auf, durch sie die Welt zu sehen.
Jetzt schien sie mir im Purpurlicht zu stehen,
Jetzt düster schwarz, als ob sie Trauer hege.
Jetzt sah ich sie verzerrt, jetzt grad, jetzt schräge,
Jetzt bei dem kleinsten Fingergriff sich drehen,
Jetzt scharf umgrenzt, jetzt ineinandergehen
Die Ränder der Gebirge, Wässer, Stege.
Ich nahm so Glas für Glas und dacht im Stillen:
So mannigfalt ist Menschengeist umnachtet
Beim Schaun der Welt und nie der wahren sichtig.
Wir insgesamt, wir sind nur farb’ge Brillen,
Durch die Natur sich tausendfach betrachtet,
Durch jede falsch .... wer weiß: ohn’ alle richtig?
.
Gefärbte Scherben fand ich jüngst am Wege;
Ich las sie auf, durch sie die Welt zu sehen.
Jetzt schien sie mir im Purpurlicht zu stehen,
Jetzt düster schwarz, als ob sie Trauer hege.
Jetzt sah ich sie verzerrt, jetzt grad, jetzt schräge,
Jetzt bei dem kleinsten Fingergriff sich drehen,
Jetzt scharf umgrenzt, jetzt ineinandergehen
Die Ränder der Gebirge, Wässer, Stege.
Ich nahm so Glas für Glas und dacht im Stillen:
So mannigfalt ist Menschengeist umnachtet
Beim Schaun der Welt und nie der wahren sichtig.
Wir insgesamt, wir sind nur farb’ge Brillen,
Durch die Natur sich tausendfach betrachtet,
Durch jede falsch .... wer weiß: ohn’ alle richtig?
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

