Das letzte Wissen
Vom Ew’gen hebt kein Weiser je den Riegel,
Mit allen Hebeln, Thesen, Antithesen;
O möchte jeder von dem Wahn genesen,
Daß sein System der Weltbau – statt ein Ziegel.
Wer wähnt, er zeig’ der Wahrheit letzten Spiegel,
Der irrt, denn was er zeigt, ist er, sein Wesen;
Wer schreibt ein Buch, daß wir das Sein drin läsen,
Der irrt, wir lesen bloß sein eignes Siegel.
Zuletzt ist jedes Weltbild Dichtung, Fama,
Die Wahrheit und sich wechselseits verhöhnend,
Wahr nur das große ird’sche Menschendrama;
Und unser letztes Wissen bleibt im Grunde,
Allein dies Mehr von Widerspruch versöhnend,
das Wissen von uns selbst, die Menschenkunde.
.
Vom Ew’gen hebt kein Weiser je den Riegel,
Mit allen Hebeln, Thesen, Antithesen;
O möchte jeder von dem Wahn genesen,
Daß sein System der Weltbau – statt ein Ziegel.
Wer wähnt, er zeig’ der Wahrheit letzten Spiegel,
Der irrt, denn was er zeigt, ist er, sein Wesen;
Wer schreibt ein Buch, daß wir das Sein drin läsen,
Der irrt, wir lesen bloß sein eignes Siegel.
Zuletzt ist jedes Weltbild Dichtung, Fama,
Die Wahrheit und sich wechselseits verhöhnend,
Wahr nur das große ird’sche Menschendrama;
Und unser letztes Wissen bleibt im Grunde,
Allein dies Mehr von Widerspruch versöhnend,
das Wissen von uns selbst, die Menschenkunde.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

