13.06.2026, 10:49
Latmos meines Liebeslebens
Allabendlich, wann Helios heimgegangen
Und keusch Selene führt den Sternenreigen,
seh’ ich auf Latmos’ Höhn sie niedersteigen,
Wo süß der Liebste schläft in holdem Prangen.
Und über ihn mit heißem Liebverlangen
Seh’ ich die Göttin sehnsuchtsvoll sich neigen,
Und nur der Regen stört das heil’ge Schweigen
Der Küsse auf Endymions Mund und Wangen.
Auch meine Seele, ging der Tag zu Grabe,
Ersteigt ihr Geistes-Latmos gleich Selenen,
In wildem Fieberdurst nach Liebeslabe.
Doch dem Geliebten ruft sie dort vergebens!
Kein holder Schläfer winkt des Herzens Sehnen
Auf diesem Latmos meines Liebeslebens!
Allabendlich, wann Helios heimgegangen
Und keusch Selene führt den Sternenreigen,
seh’ ich auf Latmos’ Höhn sie niedersteigen,
Wo süß der Liebste schläft in holdem Prangen.
Und über ihn mit heißem Liebverlangen
Seh’ ich die Göttin sehnsuchtsvoll sich neigen,
Und nur der Regen stört das heil’ge Schweigen
Der Küsse auf Endymions Mund und Wangen.
Auch meine Seele, ging der Tag zu Grabe,
Ersteigt ihr Geistes-Latmos gleich Selenen,
In wildem Fieberdurst nach Liebeslabe.
Doch dem Geliebten ruft sie dort vergebens!
Kein holder Schläfer winkt des Herzens Sehnen
Auf diesem Latmos meines Liebeslebens!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

