17.06.2026, 10:19
Einem bildschönen Knaben
E. S.
Ob Tag, ob Nacht, ob Sonnenschein, ob Regen,
Um dich durcheil’ ich alle Plätz’ und Gassen,
Um flüchtig wo ins Auge dich zu fassen,
Aufs neu’ dein süßes Bild mir einzuprägen.
An hundert Ecken steh’ ich deinetwegen,
Und kann und kann von meinem Tun nicht lassen,
Vor deiner Schönheit dürstet’s mich zu prassen,
So oft der Zufall mir dich führt entgegen.
Wenn meine Augen dich des Tags nicht schauten,
Vermögen sie des Nachts nicht zuzufallen,
Sie suchen schlaf- und schlummerlos den Trauten.
Und wenn sie sich an deinem Bild erbauten,
Muß noch im Traum zu dir ich pilgerwallen,
Wie nah dem gold’nen Vlies die Argonauten.
E. S.
Ob Tag, ob Nacht, ob Sonnenschein, ob Regen,
Um dich durcheil’ ich alle Plätz’ und Gassen,
Um flüchtig wo ins Auge dich zu fassen,
Aufs neu’ dein süßes Bild mir einzuprägen.
An hundert Ecken steh’ ich deinetwegen,
Und kann und kann von meinem Tun nicht lassen,
Vor deiner Schönheit dürstet’s mich zu prassen,
So oft der Zufall mir dich führt entgegen.
Wenn meine Augen dich des Tags nicht schauten,
Vermögen sie des Nachts nicht zuzufallen,
Sie suchen schlaf- und schlummerlos den Trauten.
Und wenn sie sich an deinem Bild erbauten,
Muß noch im Traum zu dir ich pilgerwallen,
Wie nah dem gold’nen Vlies die Argonauten.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

