22.04.2026, 10:04
XV.
Du Wurzel der kostbarsten Blüte!
(St. Methodius.)
Trotz allem Schweiß und allen herben Mühen
Entsproß dem fluchbelad’nen Erdengrunde
Der Dorn, die Distel nur, auf daß zur Stunde
Das Sündgeschlecht gedächt’, die Luft zu fliehen.
Nur ein Trost blieb: es müsse einst erblühen
Aus Jesse’s Stamm ein Wunderreis. Die Kunde
Vererbte sich von Seher-Mund zu Munde;
Und Heil ward allen, die das Ohr dir liehen.
Schon ist gestreut der heil’ge Himmelssamen.
Das Würzlein fehlt nur noch. Bald muß es sprießen,
So reich benetzt vom reinsten Geistestaue.
Und seht, es keimt! Die Engel es begießen.
O wie entzückt es alle, die da kamen,
zu schau’n was ihm entsproß auf sonniger Aue!
Du Wurzel der kostbarsten Blüte!
(St. Methodius.)
Trotz allem Schweiß und allen herben Mühen
Entsproß dem fluchbelad’nen Erdengrunde
Der Dorn, die Distel nur, auf daß zur Stunde
Das Sündgeschlecht gedächt’, die Luft zu fliehen.
Nur ein Trost blieb: es müsse einst erblühen
Aus Jesse’s Stamm ein Wunderreis. Die Kunde
Vererbte sich von Seher-Mund zu Munde;
Und Heil ward allen, die das Ohr dir liehen.
Schon ist gestreut der heil’ge Himmelssamen.
Das Würzlein fehlt nur noch. Bald muß es sprießen,
So reich benetzt vom reinsten Geistestaue.
Und seht, es keimt! Die Engel es begießen.
O wie entzückt es alle, die da kamen,
zu schau’n was ihm entsproß auf sonniger Aue!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

