28.04.2026, 09:46
XVI.
Du Baum des fruchtbringendes Lebens!
(St. Bonaventura.)
Dem Sündenbaume war der Tod entsprossen,
Da Schlangenlist obsiegte einst dem Weibe,
Das keck lustwandeln ging zum Zeitvertreibe
Der falschen zu, entfernt vom Ehgenossen.
Doch als die vier Jahrtausende umflossen,
Entkeimte (daß nicht unerhört mehr bleibe
Der Väter banges Seufzen) jenem Leibe
Aus reinstem Stoff der herrlichste der Sprossen.
O welch ein Baum im neuen Edensgarten!
Er birgt die süße Frucht des ew’gen Lebens,
Beschattend ein Gefild, dem Engel warten.
Er trägt von Tugendblüten tausend Arten.
Was an ihm aufrankt gläubigfrommen Strebend:
Führwahr, es grünt in Hoffnung nicht vergebens!
Du Baum des fruchtbringendes Lebens!
(St. Bonaventura.)
Dem Sündenbaume war der Tod entsprossen,
Da Schlangenlist obsiegte einst dem Weibe,
Das keck lustwandeln ging zum Zeitvertreibe
Der falschen zu, entfernt vom Ehgenossen.
Doch als die vier Jahrtausende umflossen,
Entkeimte (daß nicht unerhört mehr bleibe
Der Väter banges Seufzen) jenem Leibe
Aus reinstem Stoff der herrlichste der Sprossen.
O welch ein Baum im neuen Edensgarten!
Er birgt die süße Frucht des ew’gen Lebens,
Beschattend ein Gefild, dem Engel warten.
Er trägt von Tugendblüten tausend Arten.
Was an ihm aufrankt gläubigfrommen Strebend:
Führwahr, es grünt in Hoffnung nicht vergebens!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

