30.04.2026, 01:35
XVII.
Du Nährerin dessen, der alles ernährt!
(St. Hieron.)
Die ew’ge Lieb’ vergißt nicht auf den Zweigen
Des kleinsten Vögleins, nicht des Wurms im Staube:
So zeigt es uns Natur, so lehrt’s der Glaube
Vom Vater dort, vom güteüberreichen.
Sie, denen Salomo’s Schmuck nicht zu vergleichen,
Die Lilien, die den Gluthen bald zum Raube;
Die Blümchen all der Au’ und Wies’ und Laube:
Sie nähen, spinnen nicht; und doch – kaum weichen
An Pracht sie Himmelssternen. Sieh’, wohl kennest
Du Ihn, der alles nährt und herrlich kleidet. –
Doch frag’ ich dich, ob du mir’s Schäfchen nennest,
Das Hüll’ und Speise einst dem Lamm bereitet,
Und sprichst du Engelssprache, so bekennest
Du fromm: Sie ist es, die der Seraph neidet.
Du Nährerin dessen, der alles ernährt!
(St. Hieron.)
Die ew’ge Lieb’ vergißt nicht auf den Zweigen
Des kleinsten Vögleins, nicht des Wurms im Staube:
So zeigt es uns Natur, so lehrt’s der Glaube
Vom Vater dort, vom güteüberreichen.
Sie, denen Salomo’s Schmuck nicht zu vergleichen,
Die Lilien, die den Gluthen bald zum Raube;
Die Blümchen all der Au’ und Wies’ und Laube:
Sie nähen, spinnen nicht; und doch – kaum weichen
An Pracht sie Himmelssternen. Sieh’, wohl kennest
Du Ihn, der alles nährt und herrlich kleidet. –
Doch frag’ ich dich, ob du mir’s Schäfchen nennest,
Das Hüll’ und Speise einst dem Lamm bereitet,
Und sprichst du Engelssprache, so bekennest
Du fromm: Sie ist es, die der Seraph neidet.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

