02.05.2026, 06:31
XVIII.
Du Sachverwalterin des Himmels!
(St. Andreas Avell.)
Weh, Erd’ und Himmel liegen tief im Streite!
Ach, wer besänftiget ihr lautes Grollen,
Hört man hier Flüche, dorther Donner rollen?
Sieht man den Drachen Gift versprüh’n im Neide?! –
Wohlan, es naht in schneeig weißem Kleide,
Mit Rosenwangen, mit so zarten, vollen
Ein Mägdlein, dem die Geister Ehrfurcht zollen,
Und schwingt die Friedensfahn’ ob unserm Leide;
Beut uns des Heiles Pfand, verteilet Gnaden,
Verfügt freigebig über Himmelsschätze,
Und eilt, zur Lammeshochzeit uns zu laden;
Zerreißt des alten Feindes Trugesnetze,
Und ruft: O folgt nur kindlich meinen Pfaden,
So wißt: in’s Vaterland ich euch versetze!“
Du Sachverwalterin des Himmels!
(St. Andreas Avell.)
Weh, Erd’ und Himmel liegen tief im Streite!
Ach, wer besänftiget ihr lautes Grollen,
Hört man hier Flüche, dorther Donner rollen?
Sieht man den Drachen Gift versprüh’n im Neide?! –
Wohlan, es naht in schneeig weißem Kleide,
Mit Rosenwangen, mit so zarten, vollen
Ein Mägdlein, dem die Geister Ehrfurcht zollen,
Und schwingt die Friedensfahn’ ob unserm Leide;
Beut uns des Heiles Pfand, verteilet Gnaden,
Verfügt freigebig über Himmelsschätze,
Und eilt, zur Lammeshochzeit uns zu laden;
Zerreißt des alten Feindes Trugesnetze,
Und ruft: O folgt nur kindlich meinen Pfaden,
So wißt: in’s Vaterland ich euch versetze!“
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

