04.05.2026, 08:37
XIX.
Du blühender Ruhesitz Gottes!
(St. Bonavent.)
Ermüdet war des Schöpfers Fuß vom Schreiten
Hin durch die endlos weiten Weltenauen,
Sein Auge wie erschlafft vom Fernhinschauen
Hinein, hinaus durch alle Ewigkeiten.
Ein Ruheplätzchen sucht er sich im weiten,
Im unermess’nen All, im lichten, blauen;
Und wo sein Auge Gnade strahlt, da tauen
Die Pole auf, Ihm Matten hinzubreiten. –
Doch nirgends trifft sein wählerisches Spähen
Ein Plätzchen, wo die Augen wonnig ruhten,
Weil keins genügend prangt im Blütenflore,
Wie’s Ihm geziemt: - bis es sein Geist ersehen
Im Herzen jener einzig Schönen, Guten,
Die man nun Herrin preist im Cherubchore.
Du blühender Ruhesitz Gottes!
(St. Bonavent.)
Ermüdet war des Schöpfers Fuß vom Schreiten
Hin durch die endlos weiten Weltenauen,
Sein Auge wie erschlafft vom Fernhinschauen
Hinein, hinaus durch alle Ewigkeiten.
Ein Ruheplätzchen sucht er sich im weiten,
Im unermess’nen All, im lichten, blauen;
Und wo sein Auge Gnade strahlt, da tauen
Die Pole auf, Ihm Matten hinzubreiten. –
Doch nirgends trifft sein wählerisches Spähen
Ein Plätzchen, wo die Augen wonnig ruhten,
Weil keins genügend prangt im Blütenflore,
Wie’s Ihm geziemt: - bis es sein Geist ersehen
Im Herzen jener einzig Schönen, Guten,
Die man nun Herrin preist im Cherubchore.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

