12.05.2026, 09:58
XXII.
Du Arche der Gottesgeheimnisse!
(St. Ildephons.)
In heil’ges Dunkel barg der Herr die Plane
Des Weltenbau’s die Schätze seiner Gnade,
Die tief geheimnissvollen Heilespfade:
als sich sein Geist berieth, wie Er einst bahne
In Herzen sich den Weg; wie er sie mahne,
Bedacht zu sein, daß nicht der Nachtgeist schade. –
Doch sagt, wie heißt die wundersame Lade,
Worein er vor des Zeitlaufs gier’gem Zahne
Den reichen Schatz verschloß? – Sie ist’s, die reine,
Die spiegelglatte, blanke, unversehrte,
Die in des Engelherzens Silberschreine
Ein Kleinod barg, das allem Unheil wehrte:
Der Demuth Kleinod, die, dem eitlen Scheine
Stets feind, gar sein den Urfeind fliehen lehrte.
Du Arche der Gottesgeheimnisse!
(St. Ildephons.)
In heil’ges Dunkel barg der Herr die Plane
Des Weltenbau’s die Schätze seiner Gnade,
Die tief geheimnissvollen Heilespfade:
als sich sein Geist berieth, wie Er einst bahne
In Herzen sich den Weg; wie er sie mahne,
Bedacht zu sein, daß nicht der Nachtgeist schade. –
Doch sagt, wie heißt die wundersame Lade,
Worein er vor des Zeitlaufs gier’gem Zahne
Den reichen Schatz verschloß? – Sie ist’s, die reine,
Die spiegelglatte, blanke, unversehrte,
Die in des Engelherzens Silberschreine
Ein Kleinod barg, das allem Unheil wehrte:
Der Demuth Kleinod, die, dem eitlen Scheine
Stets feind, gar sein den Urfeind fliehen lehrte.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

