18.05.2026, 02:30
XXIV.
Du unerschöpfliches Meer aller Gnadengaben Gottes!
(St. Ephrem.)
Welch Vöglein wagt’s, die Flüsse all und Meere,
Wenn noch so durstig, jemals auszutrinken?
Die Wogenberge all, die schäumend blinken,
In sich zu saugen? – Dennoch – traut der Lehre!:
Gesetzt, daß nicht der Tod beim Vöglein wehre,
So müßten einstmals doch die windschnell flinken,
Die treuen Fittige zum Sand ihm sinken,
Anstatt in’s tränkend Naß – in trock’ne Leere. –
Doch ein Meer kenn’ ich, daß nicht zu erschöpfen,
Weil in Unendlichkeit sein Grund sich hüllet.
Es nennt sich Nektarmeer der Gnadengaben.
Und ob auch tausend Segler drin sich laben;
Millionen and’re dort den Durst gestillet:
So können stets Milliarden aus ihm schöpfen.
Du unerschöpfliches Meer aller Gnadengaben Gottes!
(St. Ephrem.)
Welch Vöglein wagt’s, die Flüsse all und Meere,
Wenn noch so durstig, jemals auszutrinken?
Die Wogenberge all, die schäumend blinken,
In sich zu saugen? – Dennoch – traut der Lehre!:
Gesetzt, daß nicht der Tod beim Vöglein wehre,
So müßten einstmals doch die windschnell flinken,
Die treuen Fittige zum Sand ihm sinken,
Anstatt in’s tränkend Naß – in trock’ne Leere. –
Doch ein Meer kenn’ ich, daß nicht zu erschöpfen,
Weil in Unendlichkeit sein Grund sich hüllet.
Es nennt sich Nektarmeer der Gnadengaben.
Und ob auch tausend Segler drin sich laben;
Millionen and’re dort den Durst gestillet:
So können stets Milliarden aus ihm schöpfen.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

