28.05.2026, 09:35
XXVIII.
Du unbeflecktes Gewand Gottes!
(St. Method.)
Der ewig gleichen Herrlichkeiten müde,
Beschloß der Herrscher aller Himmelswelten,
Zu wohnen einst in niederen Gezelten
Des Bethlehems der Sterne, das im Liede
So schön die Erd’ sich nennet. Lieb’ und Friede
Enttriefen seinem Schritte. Hasses Schelten,
Es muß verstummen. Demut kann nur gelten,
Wo Ihm zum Tempel wird ein fromm Gemüte.
Seht, nur im schlichten Erdenpilgerkleide
Erscheint Er, aller Himmel höchste Wonne:
Doch rein will Er’s vom Rauch der Sündenfackel.
Wo fand sich wohl ein solch Gewand: der Sonne
An Reinheit gleich, an Zartheit feinster Seide:
Und doch so schlicht? - : Sie bot’s, die ohne Makel.
Du unbeflecktes Gewand Gottes!
(St. Method.)
Der ewig gleichen Herrlichkeiten müde,
Beschloß der Herrscher aller Himmelswelten,
Zu wohnen einst in niederen Gezelten
Des Bethlehems der Sterne, das im Liede
So schön die Erd’ sich nennet. Lieb’ und Friede
Enttriefen seinem Schritte. Hasses Schelten,
Es muß verstummen. Demut kann nur gelten,
Wo Ihm zum Tempel wird ein fromm Gemüte.
Seht, nur im schlichten Erdenpilgerkleide
Erscheint Er, aller Himmel höchste Wonne:
Doch rein will Er’s vom Rauch der Sündenfackel.
Wo fand sich wohl ein solch Gewand: der Sonne
An Reinheit gleich, an Zartheit feinster Seide:
Und doch so schlicht? - : Sie bot’s, die ohne Makel.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

