30.05.2026, 08:37
XXIX.
Du Rebe des wahren Weinstockes!
(St. Bonavent)
Die Erde ward zum Meer der Bitterkeiten,
Seit Eva sich an jener Frucht vergriffen,
Die Gift verbarg durch Schlangenlist voll Kniffen.
Nur Wermut seh’ ich Brüder sich bereiten,
Nur Qual sich, nur sich lügen, trügen, neiden,
Beplündern sich mit frechen Räubergriffen,
Nur morden mit dem Stahle, den sie schliffen.
Verschwunden waren gänzlich Edens Freuden. –
Da schaute mitleidsvoll die ew’ge Liebe
Zum Jammertale nieder. Nektarsäfte
Aus ewiggrünem Weinstock bot den Frommen
Sie zärtlich bar, zu saugen Himmelskräfte,
Doch sagt, aus welcher Rebe sie gekommen?:
Aus ihr, die nie aufschloß in wilde Triebe.
Du Rebe des wahren Weinstockes!
(St. Bonavent)
Die Erde ward zum Meer der Bitterkeiten,
Seit Eva sich an jener Frucht vergriffen,
Die Gift verbarg durch Schlangenlist voll Kniffen.
Nur Wermut seh’ ich Brüder sich bereiten,
Nur Qual sich, nur sich lügen, trügen, neiden,
Beplündern sich mit frechen Räubergriffen,
Nur morden mit dem Stahle, den sie schliffen.
Verschwunden waren gänzlich Edens Freuden. –
Da schaute mitleidsvoll die ew’ge Liebe
Zum Jammertale nieder. Nektarsäfte
Aus ewiggrünem Weinstock bot den Frommen
Sie zärtlich bar, zu saugen Himmelskräfte,
Doch sagt, aus welcher Rebe sie gekommen?:
Aus ihr, die nie aufschloß in wilde Triebe.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

