03.06.2026, 10:32
XXXI.
Du strahlender Morgenstern!
(St. Ephrem.)
Von hohen Himmelsauen seh’ ich stürzen
Den stolzen Träger nachtgeword’nen Lichtes,
Ihn, Lucifer – entsetzlichen Gerichtes.
Hei, wie sie ihm den Vampirflügel kürzen,
Die Höllenflammen! Ha, wie sie ihm würzen,
Dem frechen Haupt des höllischen Gezüchtes,
Den Taumelbecher! Bleiernen Gewichtes
Die Abgrundketten jach ihn überstürzen. –
Da taucht vom grünen Erdenhorizonte
Ein andrer Stern auf, reinern, lichtern Glanzes.
Viel höher steigt er, als der erste thronte.
Welch Aug’ erträgt das Licht des Strahlenkranzes,
Der ihn verklärt? – Der Morgen tagt; die Sonne
Blitzt auf: der Stern zerfleußt in sie vor Wonne.
Du strahlender Morgenstern!
(St. Ephrem.)
Von hohen Himmelsauen seh’ ich stürzen
Den stolzen Träger nachtgeword’nen Lichtes,
Ihn, Lucifer – entsetzlichen Gerichtes.
Hei, wie sie ihm den Vampirflügel kürzen,
Die Höllenflammen! Ha, wie sie ihm würzen,
Dem frechen Haupt des höllischen Gezüchtes,
Den Taumelbecher! Bleiernen Gewichtes
Die Abgrundketten jach ihn überstürzen. –
Da taucht vom grünen Erdenhorizonte
Ein andrer Stern auf, reinern, lichtern Glanzes.
Viel höher steigt er, als der erste thronte.
Welch Aug’ erträgt das Licht des Strahlenkranzes,
Der ihn verklärt? – Der Morgen tagt; die Sonne
Blitzt auf: der Stern zerfleußt in sie vor Wonne.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

